Gablitz... Einstrahlpunkt kosmischer Kräfte

Nur 5 km von Wien entfernt und trotzdem völlig unbekannt ist einer der kraftvollsten kosmischen Einstrahlpunkte Niederösterreichs: der Peilerstein von Gablitz im Wienerwald.
Unter einem Einstrahlpunkt versteht man das gebündelte Einwirken kosmischer Strahlung in die Landschaft, während ein Ausstrahlpunkt ein Platz mit irdischer Abstrahlung in den Kosmos darstellt. Beides sind sogenannte Kraftplätze in der Natur, die seit jeher von den Menschen zu Heil- und Ritualzwecken aufgesucht wurden. Der Gablitzer Heimatforscher Franz Vormaurer sammelt Berichte über solche Kraftplätze und erforscht diese auch selbst in seiner Heimatgemeinde. Seine Aufzeichnungen werden von Sylvia Krasel, einer sehr engagierten Gablitzerin, im Internet publiziert und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
 
Die Gemeinde Gablitz, unweit der westlichen Stadtgrenze von Wien, war zur Zeit der Monarchie und darüber hinaus eine bekannte Sommerfrische. Einige schöne Herrschaftsvillen gibt es noch und der Doppelname der Bahnstation Purkersdorf-Gablitz stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Da nämlich die Bahn keineswegs durch Gablitz fährt, sondern der nächstgelegene Bahnhof Purkersdorf ist, überredete ein findiger Gablitzer Hotelier die k.+k.Eisenbahngesellschaft 1926 zur Umbenennung der Bahnstation in Purkersdorf-Gablitz. Von dort holte dann der Hotelier seine Gäste mit der Pferdekutsche und später mit dem ersten Autobus NÖs ab. Und wer dann im Hotel im idyllischen Gablitz ankam, war froh, weitab von jeglichem Zuglärm Erholung zu finden.
  
Die Geschichte von Gablitz reicht zurück bis in die Steinzeit, wie Speerspitzenfunde beweisen. Schlackenreste aus der Bronzezeit, reichhaltige Römerfunde und mittelalterliche Bausubstanz belegen eine kontinuierliche Besiedlung bis heute.
Seit der Keltenzeit liegt Gablitz an der West-Ost-Hauptverkehrsader. Die Römerstrasse von Carnuntum nach Commagene (Tulln) verlief parallel zur heutigen Bundesstrasse 1, die wiederum die Hauptverkehrsader bis zum Bau der Westautobahn war. Auch alte Pilgerwege führen durch Gablitz, so z.B. der Jakobsweg nach Santiago de Compostela.
 
Römerstein in Gablitz
Die meisten Spuren haben wohl die Römer hinterlassen. Ein auf dem Rabenstein in Gablitz gefundener und heute vor der Raiffeisenbank aufgestellter römischer Grabstein zeigt einen keltisch-römisches Mischehepaar. Der verstorbene Römer dürfte ein Eingeweihter des 4. Grades des Mithraskults gewesen ist, wie man aus den Steingravierungen ablesen kann. Ein Mann mit Stab und gekreuzten Beinen, zwei Löwen, Schlange, Eule und Vogel sind auf dem Stein dargestellt. Der Mithras-Mysterienkult kam aus Persien und wurde von römischen Soldaten in unsere Gegend gebracht, wo er weit verbreitet war. Mithrasgrotten fand man in Carnuntum, in Mörbisch ist eine vollständig erhaltene Grotte und unter der Klosterruine am Riederberg vermuten Archäologen unterirdische Räume des Mithraskults.

Kosmischer Kraftplatz Peilerstein
Spuren von alten und für uns heute rätselhaften Kulten finden sich auf dem 431m hohen Peilerstein bei Gablitz. Allein schon die Flurbezeichnung Peilerstein oder Pailterstein - in Gablitz spricht man ihn Pallerstein aus - deutet auf vorchristliche Sonnenpeilungen zum Zweck der Kalenderberechnung hin. Paller-, Peiler,- Pailterstein, so weiß man heute, ist die überlieferte Bezeichnung für große, aufrecht stehende Steine, die früher kultisch verehrt wurden. Aufgestellt wurden solche Steine nur auf Plätzen mit einer besonders starken
Strahlung. Dies, um Heilung für Krankheiten zu finden oder um mit der Welt der Götter in Verbindung treten zu können.
Wahrscheinlich handelt es sich beim Gablitzer Peilerstein um einen sogenannten Kalenderberg, der als Richtpunkt für die Beobachtung von Himmelskörpern diente. Dies war einst wichtig bei der Bestimmung der richtigen Zeit für die Aussaat und Ernte.
Es muß dort in vorchristlich-heidnischer Zeit nicht nur ein Beobachtungsplatz, sondern vermutlich auch ein Kultplatz gewesen sein. Dieser Kultplatz ist heute noch zu lokalisieren, und zwar auf einem Hügel des Bergrückens, bevor man zum Steinbruch kommt. Für feinfühlige Menschen ist hier etwas ganz Besonderes festzustellen. Nämlich ein kosmischer Einstrahlpunkt, wie es nur wenige gibt. Die Intensität der kosmischen Einstrahlung sei so stark – wie Radiästheten berichten – dass die Strahlung durch den Planeten durch gehe.
Die Kultsteine, vielleicht waren es behauenen Menhire, gibt es nicht mehr. Ein Steinbruch, der Sandstein nach Wien lieferte, aber vor hundert Jahren aufgelassen wurde, ist heute zum Kultplatz geworden und wird frequentiert, wie man an Kerzenresten, Grillplatz und Schwitzhütte deutlich sehen kann.
 
Kraftstein „gehörntes Auge“
Unterhalb des Pallersteins entdeckte und fotografierte Herr Ing. Walter Raab 1972 einen Stein mit den Maßen 80 x 120 x 15 cm mit einem seltsamen, in den Fels geritzten Zeichen, welches an jungsteinzeitliche Symbole des Sonnenkultes erinnert: das sogenannte „gehörnte Auge“, ein magisches Zeichen der Kelten. Obwohl das Auge ein Schutzzeichen ist, hat es den Stein nicht vor Räubern bewahrt. Leider ist dieser Stein verschwunden und ziert jetzt vermutlich einen Privatgarten. (Schwarz-weiß Foto vorhanden).

 Kraftplätze in Gablitz

Auf dem Grundstück Linzer Strasse 112 stellte ein indianischer Medizinmann im rückwärtigen Gartenbereich des Hauses eine antike Kultstätte fest. Römische Münzen, die im Bachbett gefunden wurden, weisen darauf hin, dass hier die Römer Heilwirkung für sich suchten. Eine weitere Kultstätte konnte mitten im Ort festgestellt werden und zwar am Platz vor dem Kaufhaus Brandfellner. Dort steht heute eine mächtige Linde.

Unterirdische Gänge
Alten Gablitzer Legenden zufolge soll ein unterirdischer Gang nach Mauerbach existieren.Der Zugang zu diesem sei im ehemaligen Gasthof "zum schwarzen Adler" oder im alten Eignerhaus zu suchen. Tatsächlich stieß man 1984 bei Umbauarbeiten neben der alten Steinstiege auf den steilen Abgang zu einem tiefliegenden Gang, der unter dem Bach in Richtung des Klosters führte. Gleich nach der Begehung ließ der Eigentümer den Abgang mit Beton verschließen.
Ebenfalls unterirdisch bei Bauarbeiten wurde nach dem 2. Weltkrieg im Buchgraben-Hochbuch, in einigen Metern Tiefe, ein rätselhafter Steinkopf von wuchtigem Aussehen gefunden, der einen Toten darstellt. Daneben fanden sich Steine mit Symbolen.

Geomantische Spuren aus alten Zeiten finden sich in den Wäldern rund um Gablitz. So am Rabenstein, das "Weiße Kreuz" und am Troppbergkammweg oberhalb der Hochramalpe das "Rote Kreuz", dieses genau an einer Weggabelung. Beide gehören zur Gruppe der "Farbkreuze". Diese zeigen die unterschiedlichen Qualitäten in den Erdgitternetzen in der Landschaft an. Ganz sicher hatten die alten Waldbauern ein feines Gespür für die Naturkräfte.
Um sich solcherart während des Jahres vor dem Bösen zu schützen und Himmlisches herabzuflehen, diente das reiche Volksbrauchtum, deren Sinninhalte größtenteils vergessen wurden.

Abschließend sei noch auf die vielen alten Sinnbilder oder Sinnzeichen hingewiesen, die wir noch reichlich in Gablitz vorfinden. Vielleicht sehen Sie an alten Dachgiebeln den senkrechten "Lebensbaum", an schmiedeeisernen Gartentüren die beiden Sonnenräder. Sehenswert dazu ist auch die Holzfassade am Wohnhaus der Familie Jarec in der Kirchengasse 5. Liebevoll gepflegt und übervoll mit Ornamentzeichen einer höheren Weisheit.
 
Anfahrt:
PKW: Wien West, B 1 bis Purkersdorf, Gablitz
BAHN: Station Purkersdorf – Gablitz, dann Bus ca. 6km bis Gablitz Ortsmitte
 
TIPP:
www.gablitz.info 

Foto Archiv
 
 
 

 

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